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campanula:rechingeri

rechingeri

Campanula rechingeri

Nomenclatuur

Phitos, sp.nov.

Herbarium

Gesehene Herbarexemplare: Ins. Piperi: In rupium fissuris calc. (Phitos 985, M.W.).1)

Phylogenetische Zusammenhange

Phylogenetische Zusammenhange innerhalb der quinquelokularen Campanula-Arten

A-Gruppe
Zu dieser Gruppe gehoren die folgenden quinquelokularen Arten: Campanula andrewsii, Campanula topaliana, Campanula lavrensis, Campanula goulimyi, Campanula euboica, Campanula celsii, Campanula anchusiflora, Campanula merxmuelleri, Campanula reiseri und Campanula rechingeri; jedoch sind ihr als naturliche Einheit auch noch die trilokularen Sippen der Campanula rupestris-Gruppe (Phitos, 1964b), namlich Campanula rupestris, Campanula cymaea, Campanula sciathia, Campanula constantinii, Campanula scopelia und Campanula thessala zuzurechnen. Diese trilokularen Arten bilden mit den oben angefuhrten quinquelokularen Arten nicht nur eine morphologisch und habituell recht einheitliche Gruppe, sondern sie besiedeln auch ein gleiches Areal. Wie in der oben erwahnten Arbeit ausgefuhrt ist, sind alle diese Arten rupikole, meist monokarpische Pflanzen mit rosettig dem Fels anliegenden, leierformigen oder gelappten, selten unzerteilten Grundblattern und gebogenen, dem Fels anliegenden Stengeln. Sie besiedeln ein geographisch klar umgrenztes Gebiet, namlich den ganzen Peloponnes, das ostliche griechische Festland mit der Insel Euboa, die Sporaden und die Halbinsel Athos. Wie die Karte(1) zeigt, fallt die Ostgrenze mit der ostlichen Begrenzung des westlichen und nordlichen Teilgebietes der Agais nach Rechinger zusammen. Es ist sehr warscheinlich, dass auch noch einige Inseln der nordlichen Cycladen, so z.B. die Insel Kythnos, Sippen der erwahnten Gruppe besitzen; bisher ist dies aber noch nicht mit Sicherheit nachgewiesen. Ausserdem wird von der Insel Samothraki Campanula rupestris Sibth. et Sm. angegeben (Ade und Rechinger, 1938), wobei es sich sicherlich um eine Sippe aus dieser Gruppe handeln muss. Auf der Karte(2) kann man deutlich den vikariierenden Charakter dieser Arten bemerken. Fur die Arten dieser Gruppe gilt ganz besonders, was Rechinger (1947) ausfuhrt: “Immerhin ist Tendenz zu mosaikartiger Arealbildung fur diesen Formenkreis anzunehmen”. Das Thema des Vikariismus und des Endemismus dieser Sippen wird jedoch in einer eigenen Arbeit ausfuhrlicher behandelt werden.2)

Phitos 4 - Abb.1. page 490 - Arealabgrenzung der Gruppen der quinquelokuaren Campanula-Arten.

Chromosomen

Phitos 4 - Tabelle 1 pag. 488.
Phitos 4 - Tabelle 1 Fortsetzung pag. 489.

Habitus

Herba biennis vel perennis, tenuiter pubescens, caulibus numerosis simplicibus vel interdum simpliciter racemosi-ramulosis, diffusis, flexuosis, in saxis incumbentibus. Typus: Phitos 985 (Holotypus W, Isotypus M).

Obwohl Campanula rechingeri und Campanula reiseri spezifisch gut geschieden sind, zeigen die manchmal vorkommenden Ubergangsformen (besonders bei Campanula reiseri) die nahe Verwandtschaft der beiden Arten an, welche ein charakteristiches Beispiel fur zwei geographisch isolierte, morphologisch gut dufferenzierte, vikariierende Sippen bilden. 3)

Leaves

Folia rosularia ovata vel interdum ovati-spathulata, raro basi cordata, elongate petiolata, petiolo incluso plerumque usque ad 9cm longa, breviter et tenuiter pubescentia, serrati-crenata, in petiolum tenuem, leviter lobulatum vel integrum ungustata; folia caulina inferiora rosularibus subsimilia sed minora, superiora elliptica vel spathulata, subsessilia vel sessilia.

Ausserdem sind bei Campanula rechingeri die Grundblatter wesentlich kleiner (dann von Campanula reiseri), eiformig, in einen schwach gelappten oder ganzrandigen Blattstiel verschmalert.4)

Flowers

Flores parvi, ca. numerosi, axillares et terminales, breviter pedicellati, in racemis longis spiciformibus vel saepius simpliciter tenui-ramulosis subunilateraliter dispositi. Sepala triangularia, acuminata, incani-pubescentia, corollae tubo dimidio breviora; appendices ovatae, dense et molliter incani-pilosiusculae, margine longe ciliatae, receptaculum aequaliter pilosiusculum plene tegentes. Corolla parva, anguste infundibuliformi-tubulosa, extus incani-velutina, pallide caerulei-liliacina, tubo ca. (9-11)mm longo, in medio ca. (5-6)mm diametro, lobis lanceolati-obovatis, patentibus. Stigmata 5.

Sie ist gekennzeichnet durch die relativ kleinen Bluten mit ca. rohriger, bis 11mm langer Krone, die in starkem Gegensatz steht zu derjenigen der benachbarten Campanula reiseri. 5)

Fruit

Ovarium 5-loculare.

Origin

Hab. in ins. Piperi(Sporades): in rupium fissuris calc. Campanula recingeri kommt ausschliesslich auf der kleinen, am nordostlichen Ende det Sporaden-Gruppe isoliert liegenden Insel Piperi vor. 6)

D.Phitos 4 - Abb.2 page 492 - Verbreitung der Campanula-Arten:-Photographer: Herman Berteler.
D.Phitos 4 - Abb.2 page 492 - Verbreitung der Campanula-Arten:-Photographer: Herman Berteler.

1) , 2) , 3) , 4) , 5) , 6)
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campanula/rechingeri.txt · Laatst gewijzigd: 2013/06/07 14:02 (Externe bewerking)